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Eine Website ist ein Medium

Ein Medium ist ein Träger von Information. Damit dient es der Kommunikation zwischen einem Sender und einem Empfänger. Wenn Sie also einem Redner bei einem Vortrag live zuhören, wird in diesem Moment kein Medium benutzt. Die Information fließt ohne Medium.

 

Wenn Sie aber bei diesem Vortrag nicht anwesend sein konnten, benötigen Sie ein Medium, dass Ihnen der Inhalte der Rede nahe bringt.

Falls Sie die Rede in einem Artikel einer Tageszeitung nachlesen, so transportiert dieser Zeitungsartikel die Informationen des Redners. Die Zeitung ist das Medium.

 

Die gleiche Rede können Sie aber auch im Internet lesen, vielleicht auf der Website eben dieser Zeitung oder eine Zusammenfassung in einem Blog, einer E-Mail oder in einer Newsgroup.

Vielleicht finden Sie sogar einen Mitschnitt in einem Videoportal oder einen Audiomitschnitt (Podcast). In einem Diskussionsforum könnte es Reaktionen auf diese Rede durch andere geben.

Daran fallen einige grundlegende Dinge auf

Im Internet können Sie die Rede in unterschiedlichsten Formen beziehen (Text, Film, Audio).

Das Internet subsumiert also fast alle Medien, die vorher getrennt waren in einem einzigen Programm: dem Browser.

Zum Teil benötigen Sie Add-ons des Browser, aber mit der Zeit merkt man den Unterschied nicht mehr

Damit hat sich sicherlich die physische Wahrnehmung geändert, statt dem Rascheln von Papier hört man das Klicken der Maus.

Weiterhin ist die Information für jeden zugänglich, solange die grundsätzliche Infrastruktur bereit gestellt ist, ein Computer mit Internetzugang und entsprechendem Viewer (Browser, Videoabspielsoftware).

Die Information ist auch für lange Zeit erreichbar, versuchen Sie mal die zweite Tage alte Ausgabe einer Tageszeitung zu erwerben.

Auch der Typus der Örtlichkeit hat sich verändert, während Sie für nicht so bekannte Printmedien noch zum Bahnhof fahren müssen, können Sie die meisten Printmedien online mit einer Handbewegung, einem Klick, erreichen. Verlassen dabei nicht mal Ihre Wohnung.

Zudem besteht die Möglichkeit beinahe in Sekundenschnelle Reaktionen auf diese Rede von anderen Interessierten einzuholen und selbst eine Einschätzung abzugeben.

Unidirektionale / Bidirektionale Kommunikation

Das Wort "Kommunikation" stammt vom Lateinischen "communicare" ab, was bedeutet "teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen".

Die Kommunikation verlief bei den Medien des 20. Jahrhunderts noch unidirektional, also in eine Richtung. Etwa wenn ein Fernsehsprecher aus dieser Rede zitiert und 10 Millionen Menschen genau dieselbe Meldung hören.

Zwei wichtige Aspekte für eine Website

Eine Veröffentlichung im Internet bietet nicht nur die Möglichkeit der Informationsvermittlung von einem Publisher hin zu einem Empfänger, sondern der eigentliche Empfänger kann Statements zu diesem Beitrag abgeben und wirkt nun selbst als Sender.

Das heißt, das Internet hat den Schwerpunkt vom "mitteilen" hin zum "teilnehmen lassen, gemeinsam machen" verlagert. Das ist es, worauf sich Web 2.0 bezieht. Es entstehen ganz neue Arten von Zusammenarbeit sowie von Produkten.

Tatsächliche Zahlen statt Hochrechnung

Durch die unidirektionale Art von Fernsehen und auch Radio ist die Rückmeldung, wie Ihr Informations-Angebot ankommt, nur über Hochrechnungen möglich, während durch die Bidirektionale Art des Word-Wide-Webs jegliches Abrufen von Inhalten immer mitgezählt wird.